
Kaneka
Die Kaneka Corporation ist ein Mischkonzern aus Japan, der sich Chemikalien, pharmazeutische Produkte, Nahrungsergänzungsstoffe, synthetische Fasern und elektronische Produkte herstellt. Die Kaneka Solartech Co. ist eine hundertprozentige Tochter des Kaneka Konzerns mit Sitz in Osaka, Japan. Das Mutterunternehmen wurde bereits 1949 ins Leben gerufen. Es hat heute rund 7.500 Mitarbeiter in aller Welt. Es existieren Außenstellen und Niederlassungen in den USA, Belgien, der Tschechischen Republik, Singapur, Malaysia, Australien, China und an vielen anderen Orten. Das Solarunternehmen wurden bereits im Jahre 1998 gegründet und produziert seit Ende der neunziger Jahre Solarzellen aus amorphen Silizium. Es gehört zu den größten Produzenten von Dünnschichtmodulen auf der Welt.
Das Unternehmen hat seine Produktionskapazitäten seit den Anfängen erheblich erweitert. Bereits Anfang 2007 stellte das Unternehmen Photovoltaikanlagen für 55 MW her. Anfang 2008 wurde dann die Expansion angekündigt. Rund 2 Mrd. Yen sollen in den Ausbau fließen, der die Produktion auf 70 MW erweitert. In den nächsten Jahren soll der Ausbau aufgrund der regen Nachfrage noch weitergehen. Insgesamt sollen bis zum Jahre 2010 noch 10 Mrd. Yen fließen.
Kaneka hofft, mit diesen Investitionen ihren Marktanteil deutlich ausbauen zu können. Solarzellen wurden in Japan bereits lange in großen Mengen und guter Qualität hergestellt, aber 2007 holte Deutschland auf. Ein Grund mehr für das Unternehmen sich auszudehnen. Das Potenzial ist da, denn in einigen europäischen Ländern, so auch in Deutschland im Rahmen der Erneuerbare Energien Gesetz, werden Vergütungen für die Einspeisung von Solarstrom gewährt, die die Investitionen lohnend machen.
Der europäische Markt stellt einen großen Teil der globalen Nachfrage. Daher plant Kaneka einen Ausbau der Herstellung in der Tschechischen Republik. Aber auch auf anderen Kontinenten wird expandiert. Aktuelle Pläne drehen sich um Vietnam und Mexiko
Ein Spezialgebiet der Kaneka Corporation sind Dünnschicht-Module aus amorphen Silizium. Die Module kommen sehr gut mit hohen Temperaturen zurecht. Das ist z.B. für den US-Markt interessant, denn die Anlage produziert dann viel Strom, wenn er für Klimageräte im Privathaushalt und in Büros an heißen Tagen verbraucht wird. Am Anfang erzeugen die Module rund 10% mehr Ertrag als die Nennleistung vorgibt. Hohe Wirkungsgrade sind wichtig, denn je höher der Wirkungsgrad, desto geringer die Kosten. Aber die Module haben noch mehr Vorteile. Kaneka Dünnschicht Module liefern guten Strom bei schlechten Lichtverhältnissen und lassen sich auf bei einem ungünstigen Einstrahlungswinkel nicht von der Stromproduktion abbringen. Ein Problem gibt es aber bei Siliziumprodukten. Silizium ist nicht unbeschränkt verfügbar und sorgt so für einen starken Wettbewerb. Daher haben die Dünnschicht Module von Kaneka einen eindeutigen Vorteil. Hinzu kommt dass sie bei der Produktion wenig Strom verbrauchen. Auch das ist ein umweltpolitisches Plus.
Die Module von Kaneka kommen überall zum Einsatz, wo viel Platz ist. Typische Einsatzflächen sind daher Hausdächer oder Gebäudefassaden. Sie können aber auch in Solarkraftwerken eingesetzt werden, wo sie auf großen Flächen aufgebaut werden. Ein spannendes Produkt von Kaneka sind eine Art halbdurchsichtige Glas, dass tagsüber Sonnenstrom gewinnt und nachts einen Sichtschutz darstellt. Ganz feine Linien im Glas erlauben einen geringen Lichtdurchlass und einen Abwehr der Wärme von außen. Das Produkt lässt sich architektonisch sehr wertvoll in modernen Bauten einsetzen.
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